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Amateurfunk aus Leidenschaft

Petrikirche

Der Uhrenturm dieses einstmals großen Industriekomplexes aus dem vorigen Jahrhundert bzw. um die Jahrhundertwende war auch im gesamten Stadtteil Schloßchemnitz weithin sichtbar.

Die St. Petrikirche wurde zwischen 1885 und 1888 als neugotische Hallenkirche nach einem Entwurf des Leipziger Architekten Hans Enger errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 23. Juli 1885 und das Aufsetzen des goldenen Turmkreuzes auf 82 m Höhe am 18. August 1887.

Es ist damit der höchste Kirchturm der Stadt Chemnitz.

Die Petrikirche ist Teil eines harmonischen Gesamtbildes des Chemnitzer Theaterplatzes. Ursprünglich diente das heutige Areal als „Kuh-Anger“, auf dem Kühe weideten. Im frühen 19. Jahrhundert begann eine Bebauung, während Teile weiterhin für Jahrmärkte genutzt wurden.

Das erste markante Gebäude war die genannte Petrikirche. Mit dem Bau des König-Albert-Museums (1906–1909) gegenüber der Petrikirche und des Neuen Stadttheaters (ebenfalls 1906–1909, später Opernhaus) zwischen beiden Bauwerken erhielt der Platz seinen heutigen Namen Theaterplatz. Ein weiteres Bauwerk kam hinzu: Das Hotel Chemnitzer Hof wurde zwischen 1929 und Oktober 1930 nach Plänen des renommierten Architekten Prof. Dr.-Ing. Heinrich Straumer errichtet. Der Baustil verbindet klassische Bauhaus-Elemente mit moderner Eleganz. Die architektonische Bedeutung zeigt sich im städtischen Kontext: Das Hotel bildet zusammen mit Opernhaus, Kunstsammlungen und der Petrikirche ein prägendes Ensemble am Theaterplatz, dem schönsten Platz in Chemnitz.

In den 1990er Jahren wurde eine Tiefgarage unter dem Platz gebaut und das sogenannte „Theatron“ angelegt, einem Amphitheater ähnliche Struktur. Hier finden u.a. 2025 während des Europäischen Kulturhauptstadt-Jahr zahlreichen Open Air – Veranstaltungen statt.


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