Der Turm des Alten Chemnitzer Rathauses hat eine lange, abwechslungsreiche und interessante Geschichte. Das alte Rathaus wurde zwischen 1496 und 1498 anstelle mehrerer hölzerner Vorgängerbauten errichtet als ein typisches Beispiel spätgotischer Architektur. Dominat ist zwar der sogenannte „Hohe Turm“ im Hintergrund neben dem Uhrenturm, auch „Jakobikirchturm“ genannt, der jedoch keine Uhr besitzt. Diese befindet sich am Turm des Alten Rathauses. Aber nicht nur die große Turmuhr zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich, denn mit den Glockenschlägen täglich um 11 Uhr, 16 Uhr und 19 Uhr öffnet sich im unteren Bereich des Turmes ein Fenster.
So kann man kann einem Figurenspiel aus sechs etwa 97 cm großen, 40 kg schweren Bronzen – Figuren betrachten.
Jede steht für ein wichtiges Kapitel der Chemnitzer Stadtgeschichte:
Weithin hörbar ertönt dazu Musik der 25 Glocken. Insgesamt sind für das Glockenspiel über 60 Liedfolgen in den Gruppen Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Weihnachts- und Winterlieder in der Mikroelektronik-Steuerungsanlage gespeichert. Das ursprüngliche Glockenspiel wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Idee zum Wiederaufbau entstand 1997. Umgesetzt wurde das neue, figürliche Glockenspiel im alten Rathaus 2001. Im Jahr 2002 kamen die sechs Bronzefiguren hinzu.
Ein besonderes Schmuckstück ist außerdem das Judith-Lucretia-Portal am Eingang zum Rathausturm von 1559. Es gehört zu den ältesten erhaltenen Renaissancekunstwerken der Stadt und wurde mehrfach restauriert; zuletzt nach den Kriegszerstörungen.
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